Zum Hauptinhalt springen
Unterschiedliche Beckenergonomie Mann - Frau

Mann und Frau

Die Becken von Mann und Frau unterscheiden sich allein aufgrund der Tatsache, das ein Frauenbecken eine Geburt ermöglichen muss. Für uns interessant ist allerdings die Auflage auf dem Sattel und hier ist der Unterschied geringer als oftmals angenommen.

Das von SQLab entwickelte Konzept den Abstand der Sitzknochen zu messen lieferte interessante Erkenntnisse. Aussagekräftige Statistiken über den für den Sattel relevanten Sitzknochenabstand gab es bislang nicht. Bei der Internetrecherche zum Thema Sitzknochen findet sich sehr viel über z.B. Schäferhunde aber so gut wie gar nichts über den Menschen. Die von SQLab über Jahre entwickelte Statistik ergibt, dass der Sitzknochenabstand bei Männern im Bereich von 6cm bis 16cm liegt und bei Frauen zwischen 9cm und 17cm.

Der bislang kaum beachtete anatomische Unterschied des bei Frauenbecken meist deutlich tieferliegendem Schambeinbogens führt häufig zu unangenehmen Druckstellen auf der Sattelnase.

Es gibt also viele Frauen mit sehr kleinem Sitzknochenabstand und viele Männer mit sehr großem Abstand. Eine Vermessung des Sitzknochenabstands beim SQlab Fachhändler erleichtert die richtige Sattelwahl und erspart unnötige Testfahrten. Unterschiedliche Sättel für Damen und Herren sind mit dem SQlab Sattelkonzept nicht mehr zwingend nötig! Die tieferliegende Sattelnase entlastet die typische Problemzone des Mannes, den Dammbereich und ca. 2cm weiter vorne die Druckstelle weiblicher Schambeinbogen und Sattelnase. (Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist mit gerade mal zwei cm wohl doch noch etwas kleiner als oftmals angenommen.)

Druckmessbild Race Sattel

Typisches Druckmessbild einer Frau in sportlicher Sitzposition auf einem geraden, klassischen Race-Sattel mit deutlicher Druckspitze an Schambeinbogen/ Sattelnase

Druckmessbild Stufensattel Sattelnase

Druckmessbild einer durchschnittlich gebauten Frau in sportlicher Haltung auf dem SQlab 612 – ohne Druckspitzen auf der Sattelnase

Druckstelle Sattelnase

Das Problem tritt gerne bei Frauen auf! Das tiefer liegende weibliche Schambein drückt auf die Sattelnase.

Lösungen:

  • Der Stufensattel mit abgesenkter Sattelnase reduziert den Druck gleichmäßig.
  • Den Sattel nach vorne/unten zu neigen hat den selben Effekt – die Fahrerin rutscht allerdings nach vorne in den schmalen Sattelbereich ab.
  • Eine aufrechtere Sitzposition hebt das Schambein an. Wichtig: Sattelbreite erneut überprüfen!
  • Aufrufe: 10450
Gewöhnung des Sitzknochens bei weichem Fahrradsattel

Gewöhnung der Sitzknochen

Die Sitzknochen können sich auf Dauer an eine Druckbelastung gewöhnen und das Schmerzempfinden wird herabgesetzt. Zu Saisonanfang oder bei einer ungewohnten, neuen Sattelform sind Schmerzen an den Sitzknochen normal. Die Gewöhnung an einen neuen Sattel benötigt oft ca. fünf bis sechs Fahrten.

Zwischen diesen ersten Ausfahrten sollten mindestens zwei Tage Pause eingelegt werden, da bereits gereizte Knochenhaut und Muskel- und Sehnenansätze wesentlich empfindlicher reagieren.

SQlab gibt die Härte des Polstermaterials auf dem Sattel an. Dazu haben wir die Maßeinheit SQ-Shore entwickelt, die die Kombination aus Bezugs- und Polstermaterial berücksichtigt.

Achtung!

Nach ca. zwei Wochen Pause beginnt der Prozess der Gewöhnung erneut!

Regel:

Eine ungewohnte, neue Sattelform ist nach einer einmaligen Testfahrt meist unkomfortabel.

  • Aufrufe: 7469
Arten des dynamischen Sitzens auf Fahrrädern

SQLab MaxContact®

Die ständige Veränderung der Sitzposition gehört zum Radfahren wie das Treten. Eine leichte Veränderung der Oberkörperhaltung bzw. das Anheben oder Senken des Beckens verändert die Auflagepunkte und verhindert einseitige Belastung.

Der Citybiker nimmt im Straßenverkehr gerne die ganz aufrechte Position für eine gute Übersicht ein oder bei Regen die eher sportliche Schlechtwetter- Sitzposition.

Ein guter MTB’er zeichnet sich durch eine aktive Fahrweise aus. Die Sitzposition wird dem Gelände angepasst, der Körperschwerpunkt wandert je nach Steigung oder Gefälle nach vorne oder hinten.

Die Fläche der Sattelnase sollte also so groß wie möglich und dabei so schmal wie nötig sein.

Wie kann also eine Sattelnase schmal sein, um die Tretbewegung nicht zu stören und dabei aber eine maximale Fläche besitzen, um die Druckbelastung bei nach vorne gelagertem Schwerpunkt zu reduzieren?

Beim MaxContact®-Prinzip von SQlab ist die Sattelnase nicht nur abgesenkt, sondern auch flach und bietet durch diesen einfachen Trick eine vielfach größere Fläche als herkömmliche Sättel.

Um den Druck zu reduzieren, sollte also entweder das Körpergewicht reduziert werden oder die Auflagefläche des Sattels möglichst groß sein.

Mehr Sicherheit und Komfort beim dynamischen Sitzen.

Das physikalische Gesetz zur Berechnung des Drucks lautet:

  • Aufrufe: 148
Druck auf das Steißbein bei Fahrradsätteln

Druck auf das Steißbein

Ursache:
Dieses Problem tritt meist nur bei Frauen auf, denn das weibliche Steißbein ist meist beweglicher und häufig empfindlicher als das männliche. Bei sehr aufrechter Sitzposition kommt das Steißbein dem Sattel sehr nahe. In Kombination mit einem zu weichen oder zu schmalen Sattel kann es dann zu Beschwerden kommen.

Regel:
Bei Frauen ist das Steißbein häufig flexibler (Erleichterung bei der Geburt). Dementsprechend leiden Frauen häufiger als Männer unter Beschwerden mit dem Steißbein.

Hautprobleme Ursache:
Nicht nur bei mangelnder Hygiene, sondern auch bei Belastung durch Nähte und Stickereien sowie dem Druck an sich kann die Haut gereizt werden. Dabei spielen eingewachsene Hauthärchen, die sich entzünden können, eine wichtige Rolle. Auch bei Sätteln mit Loch oder Aussparung kann die Hose Falten werfen und die Haut aufreiben.

  • Aufrufe: 4512
Sitzpositionen beim Fahrradfahren

Die Sitzposition

Je sportlicher die Sitzposition, umso mehr wandert die Auflagestelle Sattel – Becken von den dafür geeigneten, tatsächlichen Sitzknochen zu den Schambeinknochen. Der Sattel kann somit schmäler sein. Die Auflagefläche bei den sehr sportlichen Sitzpositionen ist grundsätzlich kritisch und sollte nicht nur in der Mitte, sondern auch an den Schambeinknochen entlastet werden.

Regel:
Je aufrechter die Sitzposition, umso breiter muss der Sattel sein.

  • Aufrufe: 4279