Lassen Sie sich bei uns auf unserem sit and fit Vermessungshocker vermessen.
Auf die Messpappe setzen.
Ein Hohlkreuz machen und evtl. auf die Zehenspitzen gehen, um die Sitzknochen stärker hervortreten zu lassen.
Sich mit den Händen fester an die Sitzfläche ziehen, um etwas mehr Druck auf die Messpappe zu bringen.
Aufstehen, die Sitzknochen haben sich in den Wellen der Pappe abgezeichnet.
Die Sattelbreite kann dann vom Händler mit einer Formel errechnet werden, hierbei werden Faktoren wie z.B. die Sitzposition die Beckenstellung auf dem Sattel, und der Einsatzbereich mit einbezogen.
Alle SQLab Sattelmodelle gibt es in bis zu vier unterschiedlichen Breiten. So ist garantiert, dass Ihre Sitzknochen vollflächig auf dem Sattel aufliegen. Denn nur so kann der empfindliche Dammbereich entlastet werden und eine komfortable Druckverteilung auf die gesamte Breite der Sitzknochen erfolgen.
Die Angabe der Sattelbreite ist immer die nutzbare effektive Sitzfläche, nicht die Gesamtbreite.
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Geschrieben von Norbert Graup am . Veröffentlicht in Ergonomie.
Die Fläche der Sattelnase sollte also so groß wie möglich und dabei so schmal wie nötig sein.
Wie kann also eine Sattelnase schmal sein, um die Tretbewegung nicht zu stören und dabei aber eine maximale Fläche besitzen, um die Druckbelastung bei nach vorne gelagertem Schwerpunkt zu reduzieren?
Beim MaxContact®-Prinzip von SQlab ist die Sattelnase nicht nur abgesenkt, sondern auch flach und bietet durch diesen einfachen Trick eine vielfach größere Fläche als herkömmliche Sättel.
Um den Druck zu reduzieren, sollte also entweder das Körpergewicht reduziert werden oder die Auflagefläche des Sattels möglichst groß sein.
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Geschrieben von Norbert Graup am . Veröffentlicht in Ergonomie.
Ein zu weicher Sattel wird nach ca. 30–45 Minuten Fahrzeit meist sehr unbequem.
Die Sitzknochen sinken hier soweit ein, dass tiefer liegendes, empfindliches Gewebe wie Muskel- und Sehnenansätze gereizt werden. Nach ca. 30–45 Minuten stellt sich ein als dumpf und drückend zu bezeichnender, ziehender Schmerz ein.
Sehr selten kommt es vor, dass die Polsterung so weich ist, dass die harte Schale die Schmerzen verursacht.
Regel:
Weiche Sättel eignen sich meist nur für kurze Strecken!
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Geschrieben von Norbert Graup am . Veröffentlicht in Ergonomie.
Taubheitsgefühle treten als Symptom auf wenn Nerven komprimiert oder/und im Rahmen verminderter Durchblutung im Dammbereich schlecht durchblutet werden.
Achtung! Spezielle Nerven, Fasern und Gefäße im Dammbereich des Mannes sind für die Erektion verantwortlich. Werden diese über einen längeren Zeitraum wiederholt schlecht durchblutet oder komprimiert, kann es zu einer Verminderung der sexuellen Leistungsfähigkeit führen. Dieser Vorgang ist reversibel, denn nach einer längeren Radpause kehrt sich der Vorgang meist um und die gewohnte sexuelle Leistungsfähigkeit kehrt zurück.
Vorsicht! Das Problem kann chronisch werden. Taubheitsgefühle sind ein Alarmzeichen! Wer auf seinen Körper hört, kann die Gefahren soweit minimieren, dass die positiven Effekte durch das Radtraining überwiegen. Radsport ist ein hervorragendes Herz/Kreislauftraining und stärkt somit auch die sexuelle Leistungsfähigkeit.
Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass Sportler generell seltener an erektiler Dysfunktion (e.D.) leiden als Nichtsportler. Ergebnisse mehrerer Studien lassen annehmen, dass ca. 6% - 10% aller Männer zwischen 30 und 50 Jahren unter moderater bis schwerer e.D. leiden. Eine sehr aussagekräftige Studie unter Sportlern hat ergeben, dass 1,1% der Läufer an moderater bis schwerer e.D. leiden, 2% der Schwimmer und 4,2% bei den Radfahrern. Davon ausgehend, dass die positiven Effekte des Radfahrens mindestens mit denen des Laufens vergleichbar sind, ergibt sich für 3,1% der Radfahrer anstatt einer Verbesserung eine Verschlechterung bis in den kritischen Bereich. Es muss aber nicht immer gleich zum schlimmsten kommen, die sexuelle Leistungsfähigkeit steigt und sinkt wie z.B. auch die Muskelkraft oder Ausdauerleistung. Mit steigenden Alter nimmt sie allerdings überproportional ab. Es macht also Sinn Sport zu treiben insbesondere Rad zu fahren, dabei aber auf den anatomisch korrekten Sattel zu achten. Es wäre doch schade wenn die positiven Effekte durch den falschen Sattel wieder zunichte gemacht werden.
Quellenachweis: (Huang V, Munarriz R, Goldstein I., Institute for Sexual Medicine, Department of Urology, Boston University School of Medicine, 720 Harrison Avenue, Boston, MA 02118, USA., Sep. 2005)
Typisches Druckmessbild eines gewölbten, klassischen Sattels
mit sehr hohem Druck am Dammbereich. Die Blutzufuhr wird sehr stark herabgesetzt.
Achtung! Bei einer Testfahrt würde dieser Sattel wahrscheinlich als komfortabel empfunden werden. Der Dammbereich reagiert weniger mit Schmerzen auf Druck als die Sitzknochen!
Typisches Druckmessbild eines Sattels mit Loch
mit gefährlichen Druckspitzen an den Seiten des Dammbereichs, in dem wichtige Arterien und Nervenbahnen liegen.
In der Mitte kann das Blut gut fließen, dennoch kommt es zu Taubheitsgefühlen.
Typisches Druckmessbild eines SQlab Stufensattels
mit deutlichen Druckspitzen an den Sitzknochen und Druckentlastung im vorderen, abgesenkten Bereich.
Die Vertiefung in der Mitte des Sattels ist ausreichend, um eine hervorragende Blut- und Nervenversorgung zu gewährleisten.
SQlab Stufensättel werden von Urologen empfohlen.
Lösungen:
Sitzknochen vermessen, um auszuschließen, dass der Sattel nicht zu schmal ist.
Das SQlab Stufensattelkonzept verteilt das Körpergewicht nach medizinischen Gesichtspunkten. Auf einer maximal großen Fläche nehmen die Sitzknochen das meiste Körpergewicht auf; sowohl der Dammbereich als auch die Druckstellen Schambein/ Sattelnase werden gleichmäßig und großflächig entlastet.
Allgemeine Tipps bei Taubheitsgefühlen:
Aufrechtere Sitzposition einnehmen
Öfter im Stehen fahren (Wiegetritt)
Nicht mit schwerem Rucksack fahren
Mehr Druck am Pedal entlastet den Druck auf dem Sattel
Körpergewicht abbauen – reduziert Druck auf dem Sattel
Dünneres Sitzpolster verwenden
Möglichst weit hinten an der breitesten Stelle des Sattels sitzen
Sattel etwas nach vorne/unten neigen
Geometrie optimieren (SQlab empfiehlt Body Scanning CRM)
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Geschrieben von Norbert Graup am . Veröffentlicht in Ergonomie.
Lösung: regelmäßig fahren, mindestens 1 x alle zwei Wochen, besser 1x pro Woche
Alternative: weicher Sattel (Achtung! Nur bei Kurzstrecken zu empfehlen)
2. Ursache: Sattel ist zu weich und die Fahrzeit ist oft länger als 30 Minuten
Lösung: härterer Sattel
3. Ursache: Sattelform passt nicht zur Anatomie
Lösung: andere Form testen; gewölbte Sättel rufen oft ein Gefühl hervor, das als keilartiges Auseinanderspreizen beschrieben wird – zusätzlich entsteht Druck im sensiblen Dammbereich (siehe Bild)
Regel: Druck = Kraft / Fläche
Druck = Schmerz verursachende Größe, die möglichst gering sein sollte Kraft = durch Körpergewicht und Schwerkraft vorgegebene Größe Fläche = nutzbare Auflagefläche des Sattels und des Fahrers
Merke:
Je größer die Fläche, desto kleiner wird der Druck. Daher entsteht bereits aus diesem physikalischen Gesetz ein Vorteil für das SQlab Stufensattelkonzept: Die Fläche muss nicht – wie bei anderen ergonomischen Sätteln – durch Löcher oder Ausschnitte kontraproduktiv verkleinert werden.